Gesundheit und Wohlbefinden im Mittelpunkt unserer Projektwoche
Eine Woche lang haben Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 11 den regulären Stundenplan gegen Projektarbeit getauscht. Unter dem Motto „Gesundheit und Wohlbefinden“ beschäftigten sie sich mit ganz unterschiedlichen Fragen rund um körperliche und mentale Gesundheit, Bewegung, Entspannung, Gemeinschaft und gesellschaftliche Verantwortung.
Das Thema der diesjährigen Projektwoche kam dabei nicht von ungefähr: **„Gesundheit und Wohlbefinden“** war ein ausdrücklicher Wunsch unserer Schülervertretung. Entsprechend vielfältig waren die Projekte, zwischen denen die Schülerinnen und Schüler wählen konnten.
Dass Gesundheit weit mehr bedeutet als Sport und gesunde Ernährung, wurde schon beim Blick auf das Projektangebot deutlich. Wie können wir mit Stress im Schulalltag umgehen? Wie finden wir einen gesunden Ausgleich zur digitalen Welt? Was bewirken Bewegung, Natur oder Kreativität für unser Wohlbefinden? Und welche Rolle spielen Gemeinschaft und gesellschaftliche Rahmenbedingungen?
So beschäftigten sich verschiedene Gruppen beispielsweise mit Screen-Life-Balance, Stressbewältigung und Entspannungstechniken oder gingen der Frage nach, wie man „fit im Kopf und fit im Körper“ bleiben kann. Yoga, Naturfotografie, eine „Wald-Auszeit vom Alltag“ oder eine 10.000-Schritte-Challenge eröffneten ganz unterschiedliche Zugänge zum Thema.
Auch kreative Projekte spielten eine wichtige Rolle. Unter dem Titel „Art&Soul: Kreativ gegen Alltagsstress“ oder in Projekten zur Kunst als Ausdruck mentalen Befindens konnten die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie gestalterische Arbeit dazu beitragen kann, Gefühle auszudrücken, zur Ruhe zu kommen und einen Ausgleich zum Alltag zu schaffen.
An anderer Stelle standen Bewegung und körperliche Gesundheit im Mittelpunkt. Neben Ballsport, Fitness und Fußball gab es unter anderem Angebote zur Selbstbehauptung für Mädchen und das Projekt „Tanz dich gesund! – Musik, Bewegung und Wohlbefinden“.
Ein besonderes Angebot richtete sich an die Abschlussschülerinnen und -schüler der Jahrgänge 9 und 10: In einem großen Tanzprojekt lernten sie Standardtänze – vielleicht eine Fähigkeit, die schon bei den kommenden Abschlussfeierlichkeiten zum Einsatz kommen kann. Ein weiteres Projekt führte ins Schwimmbad. Hier hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Schwimmfähigkeiten zu verbessern und das Bronze-Schwimmabzeichen abzulegen.
Gesundheit wurde während der Woche aber auch aus gesellschaftlicher und historischer Perspektive betrachtet. Im Projekt „Barrierefreie Schule“ nahmen Schülerinnen und Schüler ihre eigene Schule in den Blick und beschäftigten sich damit, welche Hindernisse Menschen mit Beeinträchtigungen im Alltag begegnen und wie Teilhabe verbessert werden kann.
Besonders nachdenklich stimmte die Beschäftigung mit der sogenannten „Euthanasie“ während des Nationalsozialismus. Gleich mehrere Projekte näherten sich diesem schwierigen Kapitel deutscher Geschichte. Eine Gruppe beschäftigte sich intensiv mit **drei Opfern der NS-Euthanasie aus Wittmund**. Das Projekt entstand in Kooperation mit der **Alten Pathologie Wehnen** und verband damit historische Aufarbeitung mit einem unmittelbaren regionalen Bezug. Im Mittelpunkt stand auch die grundlegende Frage, welche Folgen es haben kann, wenn Menschen aufgrund von Krankheit oder Behinderung ihr Lebensrecht und ihr Wert für die Gesellschaft abgesprochen werden.
Weitere Projekte beschäftigten sich unter anderem mit Fitness-Influencern, Lebensmitteln und Lebensmittelrettung, Lesen als „Wellnessoase im Kopf“, sozialem Miteinander oder der Frage, ob Frauenherzen tatsächlich anders „ticken“. So entstand im Laufe der Woche ein breites Bild davon, was Gesundheit und Wohlbefinden für den Einzelnen, aber auch für eine Gemeinschaft bedeuten können.
Präsentationen zum Abschluss
Nach mehreren Tagen intensiver Arbeit öffneten sich am Freitag ab der 3. Stunde die Türen: Die Projektgruppen präsentieren ihre Ergebnisse und geben Einblicke in ihre Arbeit. Dabei geht es nicht nur darum zu zeigen, was in den vergangenen Tagen entstanden ist. Die Präsentationen bieten zugleich Gelegenheit, andere Projekte kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Perspektiven auf das gemeinsame Wochenthema zu entdecken.
Während die Jahrgänge 7 bis 11 an der Projektwoche teilnahmen, war auch für die übrigen Jahrgänge dieser Schulwoche vieles anders als gewohnt: Jahrgang 5 verbrachte seine Findewoche, für Jahrgang 6 ging es zur Jahrgangsfahrt nach Borkum. Auch verschiedene Seminarfahrten der Oberstufe fanden in dieser Woche statt.
Damit war die letzte Woche vor dem regulären Unterrichtsalltag für viele Schülerinnen und Schüler unserer Schule eine Woche des gemeinsamen Lernens an anderen Orten und in anderen Zusammenhängen – mit Zeit zum Ausprobieren, Entdecken, Nachdenken und für neue Erfahrungen.
Und vielleicht bleibt von der Projektwoche neben den entstandenen Produkten und Präsentationen vor allem eine Erkenntnis: Gesundheit und Wohlbefinden haben viele Gesichter – und wir können selbst einiges dazu beitragen, dass Schule ein Ort ist, an dem beides seinen Platz hat.
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