Schüleraustausch Valencia–Wittmund

Der November ist an unserer Schule ein Monat der Begegnungen und so starteten wir am Morgen des 27. Novembers, um Schülerinnen und Schüler unserer Austauschschule Juan Comenius aus Valencia am Flughafen Bremen willkommen zu heißen. Um 11.00 Uhr war es soweit:

Wir waren da, die Valencianer waren da, nur die Koffer unserer Gäste nicht! Eine Lösung war schnell gefunden. Die Koffer wurden mit einer späteren Maschine der Lufthansa nachgeschickt und da uns der Bus an diesem Tag ganztägig zur Verfügung stand, konnten wir die Koffer vor unserer Rückfahrt nach Wittmund am Nachmittag abholen. Welch Glück im Unglück!

An diesem ersten Tag des Austausches, nach dem ersten Schreck und einer freudigen Begrüßung, fuhren wir in die Bremer Altstadt, um unseren Gästen Bremen und die schönen Weihnachtsmärkte zu zeigen. Auf den Märkten wurde gestaunt und genascht und somit war der erste Tag des Austausches ein schönes Erlebnis. Gegen 16.30 Uhr fuhren wir dann zur Schule zurück, wo uns die Eltern unserer Austauschteilnehmer erwarteten, um alle mit nach Hause zu nehmen.

Der folgende Tag, ein Freitag, startete mit dem Kunstprojekt „Das Meer und wir“. In deutsch-valencianischen Gruppen wurde über die Bedeutung des Meeres reflektiert und besprochen, was auf den Kollagen zu sehen sein sollte. Dann wurde auf den Papierbögen gezeichnet, gemalt und geklebt. Nach und nach nahmen die Collagen Gestalt an. Nach Schulschluss gingen unsere Schülerinnen und Schüler mit ihren Gastgeschwistern nach Hause.

Das Wochenende wurde von den Gastfamilien spannend gestaltet. Es wurden Kekse gebacken, Schlittschuhe gelaufen, die Bowlingbahn in Schortens unsicher gemacht, weitere Weihnachtsmärkte besucht und vieles mehr.


Bilder vom Austausch


Der Montag begann mit einem offiziellen Termin. Wir waren alle beim Landkreis zur Teezeremonie eingeladen, einer Zeremonie, die unseren valencianischen Gästen nicht bekannt war. Herr Cassens hieß uns im Namen der Stadt Wittmund herzlich willkommen und erläuterte kurzweilig die Bedeutung und die Art des Teetrinkens in Ostfriesland. Unsere Gäste staunten nicht schlecht beim Knistern des Kluntjes und beim Aufsteigen der Wölkchen!

Im Anschluss machten wir einen Spaziergang durch die Wittmunder Innenstadt. Auf unserem Weg zur Kirche erfuhren unsere Gäste etwas über das Projekt „Stolpersteine“, das an unserer Schule seit einigen Jahren läuft. Wir besuchten den Platz der ehemaligen jüdischen Synagoge in der Kirchstraße und gingen dann zu den Stolpersteinen, die für die Familie Cohen verlegt worden sind. Unsere Gäste waren beeindruckt, was unsere Schülerinnen und Schüler mit ihrem Engagement bewirkt haben.

Der Besuch der Kirche St. Nicolai schloss unseren Rundgang ab. Unsere Schülerinnen und Schüler hatten anschließend Freizeit und konnten gemeinsam mit ihren Gastgeschwistern Mittagessen und eine entspannte Zeit verbringen. Später ging es zurück zur KGS und anschließend nach Hause.

Der Dienstag startete mit dem zweiten Teil des Kunstprojekts. Alle Gruppen hatten nun die Möglichkeit, ihre Collagen fertigzustellen und ihre Präsentationen vorzubereiten. Dann kam der Moment der Präsentation: Verschiedene Aspekte in Bezug auf das Meer waren erarbeitet worden – das Meer und seine Schönheit, das Meer in Gefahr durch Verschmutzung, das Meer als Superheld, der es schützt, und vieles mehr. Dass das Meer in jedem etwas auslöst und schützenswert ist, wurde mehr als deutlich.

Da Denken hungrig machte, gab es zur Stärkung aller in der Cafetería ein Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offenließ. Die Valencianer hatten nun die Gelegenheit, regionale Spezialitäten zu kosten und ein ausgiebiges Frühstück kennenzulernen. Es wurde hier und dort probiert und für lecker (bueno / rico) befunden.

Dann kam noch einmal Bewegung ins Spiel. Wir wollten unsere Gäste nicht ziehen lassen, ohne dass sie regionale „Sportarten“ kennenlernen. Hinter den Kunsträumen fand ein Wettbewerb mit den Disziplinen „Besenwerfen“, „Teebeutelweitwurf“, „Eierlaufen“ und „Boule“ (als Ersatz für Boßeln) statt. Außerdem konnten alle ihre Geschicklichkeit beim Spiel „Twister“ unter Beweis stellen. Am Ende wurden die Gewinnerinnen und Gewinner für ihre Mühen belohnt.

Zum Abschluss des Schultages gab es noch eine Überraschung. Passend zur Thematik des Kunstprojektes konnten sich unsere Schülerinnen und Schüler als ostfriesische Fischerinnen und Fischer verkleiden und zur Erinnerung Selfies machen. Die Valencianer waren begeistert und so entstanden lustige Erinnerungen – auch wenn für so manchen das Kostüm ein wenig zu groß ausfiel. Der Spaß war groß!

Nachmittags hatte sich die gesamte Gruppe noch für das Space Magic in Aurich verabredet. Alle wollten den letzten Nachmittag gemeinsam verbringen, bevor am nächsten Morgen die Rückreise nach Valencia angetreten wurde.

Am Mittwoch war es um 10.00 Uhr soweit. Es gab noch ein letztes foto del grupo (Gruppenfoto) vor dem Bus der Firma Janssen, bevor sich alle mit Umarmungen und besitos verabschiedeten. Eine schöne und abwechslungsreiche Zeit ging zu Ende.

Uns bleiben die Erinnerungen, die Fotos und die Gewissheit auf ein Wiedersehen im sonnigen Valencia, auf das wir uns jetzt schon freuen. Vom 14.04.–21.04.2026 werden wir die Stadt am Meer genießen.

Sandra Sánchez Münninghoff
Dagmar Lotz-Arkenau

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