Aufnahme in das bundesweite Netzwerk ist Auszeichnung und Verpflichtung zugleich
Ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Menschenwürde und ein respektvolles Miteinander: Im Rahmen einer Feierstunde im Forum wurde die Aufnahme der KGS Wittmund in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gefeiert. Zwei Unterrichtsstunden lang stand dabei nicht nur die Freude über die Aufnahme in das Netzwerk im Mittelpunkt.
Die Veranstaltung machte zugleich deutlich, dass mit ihr eine Verpflichtung verbunden ist: auch zukünftig Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung sowie für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen.
Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgte Sofia Heise, die unter der Begleitung von Ines Arens am Saxophon „Somewhere Over the Rainbow“ spielte. Anschließend begrüßte Schulleiter Dr. Brügmann die Gäste und die Schulgemeinschaft.
Auch die Beatsteps trugen mit einer Tanzaufführung zum abwechslungsreichen Bühnenprogramm bei. Einen weiteren wichtigen Akzent setzte der Schirmherr der Schule, Bürgermeister Rolf Claußen, mit seiner Rede anlässlich der Aufnahme in das Netzwerk.
Erinnern heißt Verantwortung übernehmen
Dass das Engagement für Demokratie und Menschenwürde an der KGS Wittmund nicht erst mit der Aufnahme in das Netzwerk beginnt, wurde im weiteren Verlauf der Veranstaltung deutlich. Einen besonderen Schwerpunkt bildete dabei die Erinnerungskultur, die seit Langem einen wichtigen Platz im Schulleben einnimmt.
Ein eigens von Schülern, Frau Sanchez-Münninghof und Herrn Pauls erstellter Film gab Einblicke in verschiedene Projekte, mit denen sich Schülerinnen und Schüler in der Vergangenheit mit Geschichte, Erinnerung und der daraus erwachsenden Verantwortung für die Gegenwart auseinandergesetzt haben.
Im Anschluss bestand die Möglichkeit, ausgewählte herausragende Arbeiten noch einmal unmittelbar zu betrachten. Bei einem Rundgang durch eine Ausstellung konnten sich die Gäste einen Eindruck von Projekten verschaffen, die im Rahmen der schulischen Erinnerungsarbeit entstanden sind. Damit wurde zugleich eine Verbindung zwischen der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und dem Auftrag für Gegenwart und Zukunft hergestellt: Demokratie und Menschenwürde sind keine Selbstverständlichkeit, sondern Werte, die immer wieder neu mit Leben gefüllt und verteidigt werden müssen.
Ein Schild mit einer Botschaft
Ein besonderer Moment der Veranstaltung war die Präsentation des Schildes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, das künftig für alle sichtbar in der Pausenhalle auf die Zugehörigkeit der KGS Wittmund zum Netzwerk hinweist. Da die zuständige Regionalkoordinatorin Frau Hübner aufgrund eines unerwarteten Vorfalls erst am Nachmittag persönlich zur Übergabe der Urkunde kommen konnte, übernahmen Schulleiter Dr. Brügmann und die Didaktische Leiterin Frau Weerts im Rahmen der Feierstunde zunächst die Überreichung des Aushängeschildes.
Am Nachmittag konnte schließlich auch die offizielle Urkunde durch die Regionalkoordination übergeben werden.
Den musikalischen Schlusspunkt der Feierstunde setzte erneut Sofia Heise am Saxophon. Mit „My Way“ fand eine rundum gelungene Veranstaltung einen besonderen Abschluss.
Die Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ würdigt das bisherige Engagement der KGS Wittmund. Vor allem aber richtet sie den Blick nach vorn. Der Titel soll nicht lediglich auf einem Schild in der Pausenhalle stehen. Er ist vielmehr ein Auftrag an die gesamte Schulgemeinschaft, aufmerksam zu bleiben, Haltung zu zeigen und dort nicht zu schweigen, wo Menschen ausgegrenzt, diskriminiert oder in ihrer Würde verletzt werden.
Die KGS Wittmund versteht ihre Aufnahme deshalb als Verpflichtung, sich auch weiterhin für den Erhalt unserer Demokratie, für Menschenwürde und Zusammenhalt und gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung einzusetzen. Schule mit Courage zu sein bedeutet, diese Werte nicht nur zu benennen, sondern sie im täglichen Miteinander zu leben.
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