NATÜRLICH NACHHALTIG MANUFAKTUR

Die Natürlich Nachhaltig Manufaktur der Alexander-von-Humboldt-Schule ist eine Schülerfirma, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben hat. Dabei produzieren 29 Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs im Rahmen des Profil-Wirtschaftskurses nachhaltige Waren und Dienstleistungen.

Das Apfelprojekt war dabei erst der Startschuss, bei dem Fallobst zu Apfelsaft und Apfelgelee verarbeitet wurden. In Zukunft sollen weitere Aktionen in und außerhalb der Schule Ökonomie, Ökologie und Soziales miteinander verbinden und im nachhaltigen Handeln münden.

Im Rahmen des niedersächsischen Projektes „Lernfeld Kommune für Klimaschutz“ haben Schülerinnen und Schüler des Profil-Wirtschaft-Kurses und eines Oberstufenseminars unter der Leitung von Frau Strauß und Herrn Nachtigal gemeinsam mit dem Landkreis Wittmund Ideen für regionalen Klimaschutz entwickelt.

Die Ergebnisse, die gemeinsam ein positives Zukunftsbild ergeben, wurden am 05.07. im Kreishaus präsentiert.

Durch die Nähe zur Stadt Wittmund haben sich die Projektideen größtenteils auf Wittmund fokussiert. Eine Ausweitung auf weitere Gemeinden im Landkreis ist möglich und erwünscht.

Projekt 1: Konzept Lastenradverleih

Die Schülerfirma der KGS Wittmund hat ein Konzept für den Betrieb eines Lastenradverleihs erstellt. Würden diese von Landkreis durch Nutzung bestehender Fördermöglichkeiten beschafft und der Schülerfirma zur Verfügung gestellt werden, könnten perspektivisch in der Stadt Wittmund 4 Stationen entstehen, an denen Bürger/-innen die Räder kostenfrei mieten und beispielsweise für den Transport von Einkäufen nutzen können. Einnahmen würde die Schülerfirma durch die Vermietung / den Verkauf von Werbeflächen an den Rädern selbst erzielen, um somit den Vermietservice zu finanzieren. Um das Projekt umzusetzen, werden u.a. Abnehmer der Werbeflächen auf den Fahrrädern sowie Betriebe, die bei dem Bau von Unterständen helfen könnten, gesucht.

Projekt 2: Datenerhebung Mobilität

Ziel der Datenerhebung war es, herauszufinden, wie das Konzept der Nachteule, sowie ein E-Scooter Angebot in Zukunft angenommen werden könnte. Dazu wurden 169 Schüler/-innen der KGS Wittmund digital befragt. Während knapp die Hälfte der Befragten eine Nachteule 2.0 nutzen würden, bewerteten zwei Drittel ein E-Scooter Angebot als positiv. Die zurückhaltende Meinung zur Nachteule könnte sowohl an dem unter Schüler/-innen nur bedingt bekannten Konzept, sowie einer zu breit gewählten Altersgruppe (ab 11 Jahren) gelegen haben, sodass im nächsten Schritt die landkreisweite und landkreisübergreifende Ausweitung der Umfrage geplant ist.

Projekt 3: Recup

Da 2023 die Mehrwegpflicht ansteht, bietet der Landkreis seit Februar kostenfreie Starterpakete der Ostfrieslandbecher von RECUP an, dazu eine kostenfreie Testphase. Um möglichst viele Gastronomiebetriebe zu erreichen, unterstützten Schüler/-innen, die vorab an einer digitalen Schulung von Recup teilnahmen. Die Betriebe wurden danach telefonisch, per Email und vor Ort kontaktiert und auf das Angebot aufmerksam gemacht. Auch in der eigenen Schulkantine wurde das Mehrwegsystem eingeführt, um künftig möglichst viel Einwegmüll zu vermeiden.

Um das Projekt voranzutreiben, können Gastronomiebetriebe weiterhin auf das Angebot des Landkreises aufmerksam gemacht werden. Ein Restbestand an Bechern ist noch abrufbar.

Projekt 4: Urban Gardening

Ziel des Projektes ist es die Stadt Wittmund, insbesondere versiegelte Flächen, mit regionalen Pflanzen bestmöglich zu begrünen und dabei Biodiversität zu fördern. Das Zentrum des ersten Teiles des Projektes ist das Boot-Kunstwerk, auf dem Marktplatz, das durch Schüler/-innen als grüne Oase gestaltet werden könnten. Ebenso können weitere Flächen und Beete auf dem Marktplatz neu bepflanzt und langfristig durch Initiativen gepflegt werden.

Teil 2 des Vorhabens bezieht sich auf die Schaffung eines Gemeinschaftsgartens im Schlossgarten, in welchem nicht nur essbares Obst und Gemüse frei zur Verfügung gestellt wird, sondern auch Wert auf die Förderung bienenfreundlicher Pflanzen gelegt wird, von deren Bestäubung 78% unserer Pflanzen abhängig sind. Beide Vorhaben sollen unter Einbindung sozialer Kriterien umgesetzt werden und Gruppen wie Seniorinnen und Senioren sowie Kinder einbinden, beispielsweise durch Umweltbildungsangebote und Workshops. Um das Projekt umzusetzen, werden u.a. ein Gartenbaubetrieb sowie weitere hiesige Unternehmen gesucht, die die Anpflanzung unterstützen würden.


Zeitungsartikel im "Anzeiger für Harlingerland"

Ansprechpartner

Schülerfirma

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