„In unserer Heimat herrscht Krieg, aber wir kommen aus einem wunderbaren Land mit Kultur und Traditionen, das wird heute oft vergessen!“ Mit dieser Botschaft hatten sich die ukrainischen Schülerinnen und Schüler schon seit einigen Wochen vorbereitet, der Wittmunder Öffentlichkeit das ukrainische Lebensgefühl zu vermitteln.

Beim Mittsommerloop am 24.06. gaben sie schon ihr Bestes. Jetzt hatten sie am 04.07.2022 zusammen mit ihren Eltern einen Kulturabend in der Mensa der KGS vorbereitet und zu einem anschließenden Buffet eingeladen. Es sollte auch ein Dankeschön sein an alle Helfer und Unterstützer in der Schule.

Schulleiter Dr. Aulke begrüßte Landrat Heymann und die 2. Stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Wittmund Frau Fejes und bedankte sich für die Wertschätzung und das Kommen. Er betonte, dass nur durch die gute Zusammenarbeit von Landkreis, Stadt und Schule es gelungen ist die ukrainischen Schülerinnen, Schüler und Familien in Wittmund angemessen willkommen zu heißen. Auch wies er auf die langwährende Schulpartnerschaft mit dem Lyzeum in Mariupol hin. Im Jahr 2009 begann die Zusammenarbeit und zahlreiche Begegnungen in Wittmund und Mariupol, auch bei den Eureka-Jugendtreffen in den letzten Jahren, haben den internationalen Schüleraustausch an der KGS maßgeblich geprägt.

Landrat Heymann erinnerte sich an die Besuche der Partnerschule im Kreishaus und dem gemeinsamen Teetrinken dort. Er sei sehr glücklich, dass auch die Koordinatorinnen aus Mariupol, Frau Bakhur und Frau Shelhunova, gesund in Wittmund eingetroffen wären und jetzt an der Schule arbeiteten. Er beglückwünschte Dr. Aulke für seinen Weitblick, frühzeitig Schulpartnerschaften in aller Welt aufgebaut zu haben. Denn nur deshalb wären die Ukrainerinnen und Ukrainer jetzt in Wittmund.


Die Schülerin Xenia Novikov und der Schüler Lavrentii Savin führten durch das Programm, das die ukrainischen Schülerinnen und Schüler vorbereitet hatten. Sie stellten dem Publikum ihr Heimatland Ukraine vor und zeigten dessen Schönheiten. Auch einige ukrainische Feiertage, wie der Heiligabend, der am 6. Januar gefeiert wird, und Kutja, eine süße Getreidespeise, die auf keinem Fest fehlen darf, wurden szenisch dargestellt. Von dort ging es virtuell zum Fest der Sommersonnenwende, das am 7. Juli gefeiert wird. Passend dazu gab es einen Tanz, der alle Anwesenden begeisterte.

Die Schülerinnen und Schüler beeindruckten durch ergreifende Gesänge, durch professionellen Ausdruckstanz und vergnügliche Volkstänze und sorgten für einen aufregenden, aber auch nachdenklichen Kulturabend. Denn die Kriegsrealität wurde nicht ausgeblendet, sondern vor dem melancholischen Abschlusslied als Anlass großer Traurigkeit über die Zerstörung der Ukraine und den Verlust der Heimat thematisiert.

Anschließend gab es in der Mensa ein abwechslungsreiches ukrainisches Buffet, dass vom Förderverein unterstützt wurde. Dieser Abend endete in anregenden Gesprächen und war sehr berührend.