Schulleiter Dr. Reinhard Aulke nimmt auf der Ideen-Expo am 06.07.2022 die Plakette als Auszeichnung vom Kultusminister Tonne entgegen.

Kultusminister Tonne zeichnet KGS Wittmund Alexander-von-Humboldt im Netzwerk „Niedersächsische Schule MIT Afrika“ aus.

Am Mittwoch, den 06.07.2022 empfing Kultusminister Grant Hendrik Tonne auf der Ideen-Expo in Hannover Lehrerinnen und Lehrer der niedersächsischen Schulen, die eine Schulpartnerschaft mit einer Schule des afrikanischen Kontinents haben, zum Netzwerktreffen mit anschließender Ehrung.

Im Frühjahr 2021 wurde das Netzwerk „Niedersächsische Schulen MIT Afrika“ vom Niedersächsischen Kultusministerium etabliert. Es vereint inzwischen 63 niedersächsische Schulen, die Partnerschaften mit Schulen in zwölf afrikanischen Ländern pflegen.

Es war das erste Treffen in Präsenz, den bisher hatte sich das Netzwerk pandemiebedingt nur zu Videokonferenzen verabredet. Dass zu diesem feierlichen Akt der Kultusminister persönlich zugegen war, unterstreicht die Bedeutung des Netzwerkes, denn hier ist Niedersachsen Vorreiter.

Minister Tonne sparte somit auch nicht mit Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit der anwesenden Akteure:
„Sie machen Perspektivwechsel erlebbar und werben für Weltoffenheit und ein friedliches Miteinander in einer Zeit, die immer stärker von Nationalismus und Extremismus geprägt ist.“

Mit diesen Worten zeichnete Kultusminister Tonne 19 Mitgliedsschulen im Netzwerk „Niedersächsische Schulen MIT Afrika“ aus, darunter auch die KGS Alexander-von-Humboldt aus Wittmund. „Als sichtbares Zeichen ihres besonderen Engagements“ überreichte der Minister den Vertreterinnen und Vertretern der Schule erstmals eine Netzwerk-Plakette. Für die KGS Alexander-von-Humboldt nahm Schulleiter Dr. Reinhard Aulke die Ehrung entgegen.

Mit der Auszeichnung ehrte Kultusminister Tonne diejenigen Netzwerk-Schulen, die sich schon seit vielen Jahren mit besonderen Projekten beteiligen. Als Besonderheit der KGS Alexander-von-Humboldt wurden die Erfahrungen mit der multilateralen Projektarbeit im Rahmen des Partnerschulnetzwerkes „EUREKA! Schulen in globalem Dialog“ gewürdigt, das Schulen aus vier Kontinenten verbindet.

Austausch auf Augenhöhe

„Sie leisten fantastische Arbeit im Hier und Jetzt, aber vor allen Dingen auch für die Zukunft unserer einen Welt“, betonte Tonne und fügte an: „Im Grunde genommen kann man das Interesse für andere Länder, Menschen und Kulturen gar nicht früh genug wecken. Dabei geht es um das Lernen voneinander, um den Austausch auf Augenhöhe und um das gemeinsame Arbeiten an globalen Themen. Ich bin stolz, dass in Niedersachsen auf Initiative des Kultusministeriums das erste derartige Netzwerk geschaffen wurde und ich wünsche mir, dass noch viele weitere Schulen sich begeistern lassen und dem Netzwerk beitreten.“

Bundesweite Beachtung

Schulleiter Dr. Aulke ist dankbar für diese öffentliche Würdigung der niedersächsischen Schulen, welche seit vielen Jahren intensive Entwicklungsarbeit in Schüleraustauschprojekte investieren. Das sei ein großer Erfolg und würde auch die Wahrnehmung im eigenen System schärfen, wie wichtig und zukunftsweisend diese Investition ist. Diese Arbeit werde anteilig öffentlich gefördert durch PAD/KMK oder ENSA/BMZ, aber ohne das Sponsoring aus Wirtschaft und Kommune könnten die Partnerschulen sich kaum eine Anreise nach Deutschland leisten. Hier könnte die Ehrung durch das Kultusministerium helfen weitere Sponsoren zu finden.

Die KGS Alexander-von-Humboldt pflegt seit 2016 mit der Chogoria Girls High School in Kenia schulpartnerschaftliche Beziehungen und es fanden bis zum Ausbruch der Pandemie jährlich Schüleraustauschprojekte an beiden Schulen statt, besonders auch bei den internationalen Jugendtreffen 2017-19 des Eureka-Netzwerkes in Wittmund. 2021 fand ein digitales Austauschprojekt beider Schulen im Online-Projekt „Eureka 4“ mit großem Erfolg statt und die Chogoria Girls High School wurde hierfür vom PAD mit neuer Hardware ausgestattet. Für Mai 2023 ist ein Besuch einer Schülergruppe in Chogoria geplant und die kenianischen Schülerinnen werden im Jahr darauf nach Wittmund kommen. Die Planung hat schon begonnen und die Schulleitungen tauschen sich einmal im Monat per Video-Konferenz über die nächsten Schritte aus.

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